Die BECU ist eine Bürgerinitiative („BI“).

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Was ist denn das?

Ein freiwilliger Zusammenschluß von Bürgern zur Verdeutlichung eines gemeinsamen Interesses, meist auf Vorhaben im öffentlichen Raum gerichtet.

Kein Verein mit fester Mitgliedschaft, kein Vorstand, keine Wahlen... eigentlich nicht fassbar... wer was machen will, macht was. Das Ziel ist alles, der Weg ist egal. Strukturen bilden sich freiwillig. Unter den Mitwirkenden sind besonnene Strategen, realistische Interessenvertreter, ausgleichende Naturen, temperamentvolle Redner, Selbstdarsteller, überbordende Hitzköpfe... für den Partner oder gar Gegner ein nicht zu berechnender Haufen.

Andererseits bündelt die BI die Aussagen und Interessen der Betroffenen und leistet so eine wertvolle Zuarbeit für die Ämter und Politiker. Sie liefert Ortskenntnisse und örtlichen Sachverstand frei Haus. Der Partner ist (...die Ämter, die Politiker sind) gut beraten, die Zusammenarbeit mit der BI und ihren Sprechern zu suchen,  ihre Argumente zu berücksichtigen.

Die BI erlischt, wenn ihre Interessen befriedigt wurden. Dann haben die Ämter wieder Ruhe.

 

Die BECU2008 ist die Bürgerinitiative zum Einkaufszentrum Curtiusstraße.

Nicht noch mehr Verkehr in der Curtiusstraße!

 

Eine BECU gabs schon einmal ab 1998. Damals wollte die TRIGON das Gelände zwischen der US-Einrichtung und dem heutigen LIDL-Gelände bebauen; die Größe des EKZ und des daraus resultierenden Verkehrs hatte uns erschreckt, mit 2500 Unterschriften aus unserem Wohngebiet - bis zur Ringstraße und weiter! - und zahlreichen Spenden verschafften die Bürger (wir Bürger) der BECU Gewicht und die Möglichkeit, in zwei Instanzen vor dem Verwaltungsgericht zu siegen.
Diese Baugenehmigung wurde ungültig.

Seit 2008 mußte die BECU leider wieder ran:
Diesmal wollte die Firma ADATEC für den neuen Eigentümer das Gelände von Lidl bis einschließlich Auto-Eicke bebauen. (Link: Pläne/Projekte)

Zwei große Supermärkte sollten 2500 zusätzliche Autos pro Tag über die Kreuzung Kadettenweg – Köhlerstraße – Curtiusstraße spülen. Dabei hat der Verkehr seit 1998 sowieso schon stark zugenommen: Lidl, die Schule, die US-Einrichtung haben ihr Teil gebracht, der Bio-Markt am Bahnhof, der noch 2008 eröffnete, soll, wenn er sich eingespielt haben wird, auch  gegen 500 KFZ täglich bringen

es ist zuviel!

Diesen Verkehr würde die Curtiusstraße nicht schaffen. Alle Seitenstraßen bis hin zur Ringstraße müßten unter der Verkehrszunahme leiden.

 

Es stimmt ja, das Bahngelände ruft nach Verwertung. Da finden sich immer wieder Investoren, die für sich das große Geld machen wollen.

Das  Interesse der Investoren ist aber nicht das Interesse der Bürger.

 

Die   BECU hat seit 1998 immer wieder gefordert, daß das Bezirksamt einen Bebauungsplan aufstellt, der die Ansiedlung verkehrsintensiver Betriebe ausschließt. Anläßlich der ADATEC - Pläne stellte das Amt - endlich - die sog. Planerfordernis fest: es muß ein B-Plan her.

 

### Lesen Sie hierzu auch den Bericht vom 28.4.2010 unter "Aktuelles"! Nach der Sommerpause 2010 solle es eine neue Auslegung geben! ###

 

Vom 22.6. bis zum 22.7. liegt nun der erste Entwurf im Rathaus Zehlendorf aus. Sie können ihn dort einsehen:

Kirchstr. 1-3, Zimmer E 201. mo-do 8-16 Uhr. fr 8-15 Uhr

 

Sie können sich die Pläne auch ansehen unter

http://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/verwaltung/stadtplanung/beteiligungsverfahren.php#6-15

dort finden Sie eine  Übersicht weiterer Links, die ich Ihnen hier nicht aufführen darf. Das Amt begründet dies so: 

  • Um sicherzustellen, dass die auf dieser Internetseite enthaltenen Hinweise alle Nutzer erreichen, dürfen Links zwar auf diese Seite, aber nicht auf die darauf enthaltenen Dateien gesetzt werden.

Es ist ein schöner Wunsch des Amtes, den ich respektiere, daß jeder, der Stellung nehmen will, die gesamten Unterlagen studieren soll, um ein kundiger Gesprächspartner zu sein – aber will das alles leisten?

Sie sollten aber unbedingt

  • das PDF-Dokument „Begründung“ (14 S.) lesen, besonders 4.1, und
  • den „Entwicklungsansatz für die Ergänzung des bestehenden Nahversorgungsstandorts“ betrachten,

denn hier liegt unser Hauptproblem.

 

 

Sie können Stellung beziehen, mündlich, schriftlich, aber per mail möchte das Amt das nicht.

Sie können Ihre Stellungnahme aber auch mailen an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

dann werde ich sie mit in eine BECU-Stellungnahme einarbeiten.

 

Da war noch was...das St.Florians-Prinzip:

Oh heiliger St.Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!

Mit diesem altbayrischen Spruch versucht man oft, eine BI madig zu machen, die sich für ihren Kiez einsetzt. Schulen und Feuerwehrstationen braucht man, aber die machen Krach und sollen gefälligst woanders  ..?

Mit diesem Vorwurf wird man unserer BECU nicht gerecht. Wir wenden uns nicht gegen notwendige Infra-Strukturen, sondern gegen Supermärkte, die an diesem Standort nicht notwendig sind, unnötigen Verkehr erzeugen und nur den finanziellen Interessen der Veranstalter dienen.